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Shanghai-Museum, Bildrolle mit einer herbstlichen Gebirgslandschaft von Wen Boren (1566)
(Das Video öffnet sich normalerweise in 10-20 Sek.)










In der Numismatikabteilung des Museums


Die 3. Etage des Museums bietet neben Kalligraphien und Siegeln eine repräsentative Gemäldesammlung von der Tang- bis zur Qing-Dynastie. Die von mir gefilmte Bildrolle aus der Ming-Dynastie ist im chi­ne­si­schen Stil der "beweglichen Perspektive" gemalt, die keine Zentralperspektive wie die neuere westliche Kunst kennt, dafür eine Reihung von Szenerien dar­stel­len kann, wie sie in ihrer Aus­deh­nung vom menschlichen Auge niemals überblickt werden könnte. Beim Abrollen des Bildes entfaltet sich so allmählich und ohne den Zwang, al­le Bild­sta­ti­o­nen jedesmal bis zum Ende zu verfolgen, diese ein Seen­ge­biet um­schließende und immer wieder schroff aufragende Gebirgslandschaft. Zwei Segelbooten sind in ihr un­ter­wegs und hier und da - bevorzugt paarweise - einige Menschen. Die meist von Bäumen umstandenen Häuser- oder Pa­vil­lon­grup­pen sind mit großzügigen Abständen zueinander an­ge­legt.


Die Abteilungen der 4. Etage stellen Mobiliar der Ming- und Qing-Dynastien aus, ferner Produkte des (Kunst-)Handwerks ethnischer Minderheiten sowie Chinas Münzwesen. In dieser letz­ten von uns besuchten Ab­tei­lung, die neben Münzen auch frühere Zahlungsmittel wie Kaurimuscheln sowie barren- oder messerförmige Bronzestücke der ersten Dynastien prä­sen­tiert, sto­ßen wir auch auf ein Relikt der deut­schen Ko­lo­ni­al­po­li­tik. Wie schon ausländische Banken seit Mitte des 19. Jh. eigene Banknoten in China in Umlauf brachten, so mach­te es von 1889 bis zum Ersten Weltkrieg die "Deutsche Bank". Nach dem Sieg über Frankreich 1870 auf kaiserlichen Er­laß hin ge­grün­de­t, operierte sie hier unter dem Namen der von ihr ge­lei­te­ten "Deutsch-Asi­a­tischen Bank" und hatte neben Filialen in Indien, Singapur und Japan nicht we­ni­ger als acht Nie­der­lassungen in China. Shanghai war ihr Haupt­sitz, und zu ih­ren Haupt­geschäften gehörten die Finanzierung des Ex- und Imports, der Handel mit chi­ne­si­schen Staatsanleihen und die Be­tei­li­gung an Bergwerk- und Ei­sen­bahn­pro­jek­ten.


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