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Longmen-Grotten, ganz unten halblinks die kleine überdachte Yaofang-Grotte (spätes 5. Jh.) und links daneben die Guyang-Grotte (spätes 5.-7. Jh.)

Bildquelle: http://v3.cache6.c.bigcache.googleapis.com/static.panoramio.com/photos/original/45814344.jpg 



Die anderen Buddha-Grotten und -Nischen wurden meist von adligen Familien gestiftet; mitunter stellte man die Wei­ter­ar­beit nach dem Tod des Auf­trag­ge­bers pietätlos ein. Die Anzahl der Skulpturen wird auf rund 100.000 geschätzt, dar­un­ter an die 15.000 allein in der "1000-Buddha-Höh­le". Ei­ni­ge Grotten sind von speziellerem kulturellen Interesse, so die Gu­yang-Grot­te für die frühe Kalligraphie und die Yaofang-Grotte mit ih­rer ein­ge­mei­ßel­ten Auflistung von Arzneimitteln für Phar­ma­zie und Me­dizin. Sehr viele Statuen und Inschriften wurden durch Vandalismus bei den wie­der­hol­ten Bud­dhi­sten­ver­fol­gun­gen und jüngst durch Maos Kulturrevoluzzer zerstört oder von Kunsträubern geplündert. Letztere, oft Bau­ern der Um­ge­bung, hat­ten nach Aus­kunft unseres Reiseleiters zu diesem Zweck Spezialwerkzeuge ersonnen; vor Jahr­zehn­ten wur­den die ge­schick­te­sten die­ser Räu­ber vom Staat als archäologische Helfer mit begehrtem "Kader"-Status an­ge­wor­ben.

Enttäuscht sein kann man über die Stereotypie dieser und anderer Bud­dha-Figuren. Da nach dem Buddhismus ein jeder sich zum Bud­dha oder "Er­wach­ten" entwickeln kann und es auch keine ikonographischen Vorschriften gibt, hätte man größere phy­si­o­gno­mi­sche Freiheiten erwartet. Hier scheint man sich dies also nur für die Kaiserin Wu Zetian gestattet und sich dabei weit­hin an der weib­li­chen Lo­ca­na-Figur orientiert zu ha­ben.

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