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Pavillongekrönte Fassade des Westbahnhofs von Beijing


Vorbereitungen für unseren Nachtzug nach Zhengzhou


Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/34/Beijing_West_train_station_01_edit.jpg?uselang=de


Endlich treffen wir am Westbahnhof Beijings ein, dem größten Bahnhof Asiens Er bedient vor allem die Langstrecken in den We­sten und Norden Chi­nas und ist die End­sta­ti­on der südlichen Route der Transsibirischen Eisenbahn. Beim Anblick dieses Großbahnhofs dürfte so man­chem von uns die eine oder andere Tem­pel­an­la­ge un­se­rer letzten Reisestation Chengde in den Sinn gekommen sein.
   Der Nachtzug soll gegen 22:40 h abfahren. Wie zwei oder drei andere Paare haben wir beiden ein Vierbett-Abteil in der "Softsleeper"-Klasse ge­mie­tet. Unser drei­tei­li­ges "Bord­ge­päck" kön­nen wir somit einfach auf der jeweils oberen Bettetage ablegen, und doch erscheint uns der Platz als gerade noch zu­rei­chend. Nur gut, daß un­se­re Rei­sekoffer schon längst auf dem Weg nach Zhengzhou sind.

   Noch kurz vor der Abfahrt des Zuges trägt sich eine unfreiwillig burleske Szene mit mir in der Hauptrolle zu. Die Abfahrt hat inzwischen eine gute Vie­rtel­stun­de auf sich war­ten las­sen, so daß ich die Gelegenheit nutzen möchte, noch einige Photos vom Zug und Bahnhof zu schießen. Als ich rasch und schon im Schlaf­an­zug auf das Bahn­gleis hin­un­ter­tre­ten will, streckt mir eine chinesische Zugbegleiterin unter panikartigem Zuruf beide Arme be­schwö­rend ent­ge­gen - Se­kun­den später setzt sich der Zug tatsächlich laut­los in Be­we­gung! Das hätte ein Bild für die Götter gegeben, wie eine im Schlaf­an­zug und blau­en Zug­pan­tof­feln Erster Klasse auf dem Bahn­steig zu­rück­gebliebene "Langnase" da­steht und gar - oh­ne Dokumente und Geld - von ei­nem bud­dhi­stisch oder kon­fu­zi­a­ni­stisch inspirierten Bahn­hof­so­zi­al­dienst hät­te be­treut wer­den müssen.

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