Home
Impressum
RUTH FLEIGS GALERIE
Schulkinder malen
Bilderbuch Rob. Rabe
Kritzel-Kratzel
HORST FLEIGS TEXTE:
I  Philosophica
II  Reiseberichte
China Okt. 2011
Finnland Sept. 08
Andalusien Sept. 06
Kreta Aug. 05
Sizilien Aug. 03
Griechenland Aug. 01
Ithaka-Peloponnes 97
USA: 1980+1990+2000
Städtetrips:
Marrakech 2015
Davos/Sils 07
Prag Juni 06
Lissabon/Sintra 99
III Zu Wim Wenders
IV Film und Kindheit
V Mitschüler/Schulen
VI Germanistica



Links: Prags Universität CAROLINUM (mit dem Erker) gegenüber dem Tyl-Theater
Darunter: Das Clam-Gallas-Palais und sein Portal



Das von der Familie Kafka 1889-96 bewohnte Haus „ZUR MINUTE”

Quellen: www.grandhotelbohemia.cz/de/graphic/bg-photo-900/prague-karolinum.jpg ww.pragueticketoffice.com/Repository/image/prostory/242_gal_019_bg.JPG www.prague.eu/file/edee/object/1736/8102581239-3ea9b66527-b.jpg

 

3. Tag, Mittw. 7.6.06:

Am Morgen nehmen wir die Tram bis zum Wenzelsplatz und gehen auf das Carolinum zu, diese äl­te­ste, von Kaiser Karl IV. 1348 gegründete mitteleuropäische Uni­ver­si­tät. Beklemmend dicht daran gerückt ist das 1783 mit Lessings ‘Emi­lia Galotti’ eröffnete Tyl- oder Ständethe­a­ter, das wir für das Raumgefühl einmal umlaufen. Ein zwei­tes Mal nach 1987 betrete ich dann in gebührendem Hoch­ge­fühl das Universitätsgebäude, in dem noch Rektor und Senat ihren Sitz haben und außerdem die Zeremonien stattfinden. Diesmal aber zeigt sich mir statt der so gravitätischen wie vergnügten Pro­mo­ti­ons-Fei­erlichkeiten nur der grau­e aka­de­mi­sche Alltag in den Bürofluchten der Carolina.

   Wir schlendern weiter in Richtung Moldau und halten vor den Clam-Gallas-Palais. Zur Zeit wird hier ei­ne Fo­to­aus­stel­lung zum Prager Leben um 1900 ausgestellt, die wir uns spontan in den ge­räu­mi­­gen Kel­ler­räu­men anschauen.


Nach einiger Zeit kehren wir in Richtung Altstädter Ring um. Schon unweit des Alt­städ­ter Rat­hauses kamen wir an einem von der Fa­mi­lie Kafka bewohnten Haus vorbei, dem mit an­ti­ken und biblischen Sgrafitti-Mo­ti­ven verzierten Haus ‘Zur Mi­nu­te’. Neben Herrscherporträts kann man hier unter anderem Adam und Eva, einen Bac­chan­ten­zug sowie eine für den spä­te­ren Juristen Kafka nicht unpassende Justitia mit Waage und Richtschwert sehen. Jetzt, et­was nörd­lich vom Altstädter Ring, fin­den wir auch zu den Resten von Geburtshaus Kaf­kas. 1883 lag es am Rande des we­nig spä­ter „as­si­nier­ten” alten jü­di­schen Ghet­tos. Nach Brand und Wiederaufbau hat sich vom Ge­bäu­de ei­gent­lich nur das Portal erhalten. Eine Ge­denk­ta­fel mit Kaf­kas Bü­ste macht auf das Nachfolgegebäude aufmerksam, in des­sen Erd­ge­schoß man ei­ne klei­ne Kaf­ka-Ausstellung eingerichtet hat.


- 8 -

ZurückWeiter
Top
http://www.fleig-fleig.de/