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Marrakech "die Rote" ("Al Hamra")

Unten links: Am neuen Flughafengebäude von Marrakech-Menara
Quellen: www.marokko.de/wp-content/uploads/2014/02/marokkoDE-Karte_2014-04-10.jpg   http://static.panoramio.com/photos/large/22818410.jpg   http://static.panoramio.com/photos/original/6514381.jpg


Marrakech Oktober 2015

                                                                                                                                                                                                         Reisebericht von Horst Fleig

Revidierte Fassung von März 2022
 

                                                 S. 1: Flughafen Marrakech-Menara; Riad bei der Koutoubia-Moschee

                                                 S. 2: 'La Place' Djemaa el Fna; 'Café de France'

                                                 S. 3: Souks der nördlichen Medina

                                                 S. 4: Südliche Medina: 'Bab Agnaou' und Saadier-Gräber  

                                                 S. 5: El-Badi-Palast und Bahia-Palast; der Großwesir Bou Ahmed

                                                 S. 6: Im ehemaligen Judenviertel Mellah; Alzama-Synagoge und Friedhof Miaara

                                                 S. 8: Museum für marokkanisches Kunsthandwerk; Kinder in der Medina   

                                                 S. 9: Die Medersa Ben Youssef (ehemalige Koranschule)

                                                 S. 10: Fondouks oder Karawanserein
                                                 S. 11: Die Koutoubia-Moschee

                                                 S. 12: Koubba Almoravide (Koubba Ba'adiyn)

                                                 S. 13: Mouassine-Brunnen und das restaurierte Gästehaus 'Douiria Derb el Hammam'

                                                 S. 14: Jardin Majorelle in der Ville Nouvelle

                                                 S. 15: Beobachtungen zum Park- und Umschlagplatz neben unserem Hotel

                                                 S. 16: Nochmals zur Djemaa el Fna; Rückreise

Sa.  03. 10.2015:

Gegen 7 Uhr früh nehmen wir im Stuttgarter Hauptbahnhof den ICE zum Flughafen Frankfurt/Main. Der A320 der Lufthansa hebt mit halbstündiger Verspätung gegen 11h ab und erreicht auf der Route über Paris und Tanger nach gut vier Stunden pünktlich Marrakech. Als wir den Küstenstreifen bei Tanger überfliegen, erinnere ich mich an meinen gescheiterten Versuch, als 18-Jähriger während meiner Trampfahrt in den Sommerferien 1963 von Marseille aus mit einem Frachtschiff nach Tunis oder Tanger überzusetzen. Die Fahrtkosten, so hatte ich auf ein Gerücht gesetzt, wür­de ich als Tellerwäscher oder als anderer Hilfsarbeiter an Bord des Frachters aufbringen können.

   Bald überfliegen wir hübsch anzusehende kleinere Gebirgsketten sowie Auftürmungen, wie man sie so eigentlich nur von Reliefkarten mit Höhenlinien her kennt. Es waren sicherlich Ausläufer des Mittleren Atlas oder noch des Rif-Gebirges, das ich schon wiederholt von Gibraltar aus verlockend jenseits des Mittelmeeres aufragen sah. Viele Pisten und wenige geteerte Fernstraßen sind aus der Höhe auszumachen, ausgetrocknete Flussläufe (Wadis) und immer wieder kleinere aufgegebene Siedlungen, Gehöfte und vereinzelt Festungsruinen. Kurz vor Marrakech geraten zuneh­mend Plantagen mit zuweilen enormen Anbauflächen in den Blick. Und dann liegt sie unter uns da, „die Rote”, wie wegen der ockerrötlichen Lehmfarbe der Häuser und gut erhaltenen Stadtmauer der Beiname von Marrakech lautet.

 

Vor der Passkontrolle am Flughafen bilden sich rasch lange Schlangen. Kaum die Hälfte der Abfertigungsschalter ist nämlich besetzt, wobei der Kontrollierende in der Regel von einer zweiten Amtsperson kontrolliert wird. Nicht weniger umständlich dann das beinahe protokollarische Wechseln von EURO in DIRHAM. Das relativ neue Flughafengebäude selber freilich überrascht durch ei­ne luftige Architektur mit filigraner rautenförmiger Dachkonstruktion.

   Draußen erwarten uns statt der 9° C beim Abflug nunmehr 30° C, ein Temperaturanstieg, auf den man sich in der Anreisebekleidung nie so recht einstellen kann. Es folgt die von Reiserat­ge­bern prognostizierte kleine Auseinandersetzung mit einem Taxifahrer, der gut das Dreifache des Üblichen für die Fahrt in die Medina verlangt. Sein Taxameter sei defekt, auch will er nicht recht mit sich verhandeln lassen und deutet nur auf ein entferntes Schild mit einer angeblichen Tariftabelle hin. Wir nehmen kurzerhand den danebenstehenden Bus, begleitet von seinem lautstarken Pro­test, der wohl auch schon ein Verhandlungsangebot enthält. In den nächsten Tagen werde ich selber beim Verhandeln gelassener und in Maßen auch großzügiger.


Das für vier Übernachtungen gebuchte Hotel ,Les Jardins de la Koutoubia' liegt in der Medina von Marrakech; ein Ausläufer des Souks der Gewürz- und Dattelhändler führt dicht heran. Ursprüng­lich hatten wir das durch Hitchcocks Film ,Der Mann, der zu viel wusste' (1956) bekannt gewordene Hotel ,La Mamounia' erwogen, uns dann aber für dieses zu Recht stark empfohlene Hotel na­he der großen Stadtmoschee entschieden. Das mit diskretem Luxus aufwartende Gebäude geht auf einen Palast-Riad aus dem 13. Jh. zurück und umfasst mehrere Patio-Gärten mit peripheren Re­stau­rantbereichen. Ein neben unserem Hotelflügel gelegener öffentlicher Parkplatz dient des Morgens auch als faszinierender Warenumschlagplatz.

 

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