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VYŜEHRAD, Grafik von Frantisek Simon (1940)

Rechts oben: Die Peter-Paul-Basilika auf dem Vyšehrad
Darunter der dortige tschechische Ehrenfriedhof

Quellen: www.tfsimon.com/tfsimon-novak1940AP2-vysehrad-big.jpg   www.wgsebald.de/pragturm/120_3.jpg   http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/db/Vysehrad_hrbitov_cemetary1.JPG 


Wir nehmen nun die Straßenbahn südwärts zu den Ruinen des Vyšehrad, dieser Burganlage mit dem Sitz der mythischen Seherin und Přemysliden-Fürstin Libuše (Li­bus­sa). Er liegt liegt seitlich ober­halb der Kli­nik, in der ich als „reichs­deut­sches” Kind im Januar 1945 geboren wurde. In dem angrenzenden Gebäudeflügel der Klinik wurden damals schwerverwundete Angehörige der Waf­fen-SS ver­sorgt; Bein­am­pu­tier­te rutschten auf dem Flurboden entlang, in Sichtweite der deutschen Wöchnerinnen, denen man während ihrer Geburtswehen die Leiden solcher Frontsoldaten ent­ge­gen­ge­hal­ten hat­te.


Nach Erklimmen der Burgsteige besichtigen wir zunächst den tsche­chi­schen Eh­ren­fried­hof mit den Grabmalen unter anderem von Smetana, Dvo­řák, Václav Havel und der Fußball-Legende Josef „Pe­pi” Bi­can. In der danebenliegenden Peter-und-Paul-Kir­che wurden vier Přemysliden-Herzöge beigesetzt; ursprünglich eine romanische Ba­si­li­ka, wurde sie im späten 19. Jh. im neu­go­tischen Stil um­ge­baut und zu Beginn des 20. Jh. mit einer Doppelturm-Fassade versehen. Beim Eintritt überraschen uns über­aus far­ben­froh leuchtende Wandgemälde im Jugendstil, über­wie­gend flo­ra­le und (bib­lisch-)hi­sto­ri­sti­sche Fresken, die mit der barocken Ausgestaltung der Kirche wunderlich kontrastieren.

    An den Gebäuderuinen im da­hin­ter­lie­gen­den sanf­ten Park­ge­län­de nimmt man ge­ra­de hier und da Re­stau­rie­run­gen oder auch Aus­gra­bungen vor­. Vom Wehr­gra­ben der Zi­ta­del­le aus kann ich gut die Rück­sei­te „meiner” im­mer noch so ge­nann­ten Mut­ter-Kind-Kli­nik” betrachten. Ihr gegenüber umschließt die Moldau die nach Franz-Joseph I. be­nann­te Insel „Kaiserwiese”, auf der man nun einen weit­räu­mi­gen Campingplatz und Sport­an­la­gen ein­gerichtet hat. Einst fanden hier Pferderennen statt und noch weit frü­her, seit En­de des 13. Jh., feierte die Prager hier größere (Krö­nungs-)­Fe­ste.


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